Alfsee

Nachdem wir Caro an der Schule abgeholt haben und noch einkaufen gewesen sind, starten wir gegen 14:00 Uhr in das lange Wochenende um den 1. Mai herum.


Leider ist das Wetter nicht sehr einladend und wir haben mal wieder den ein oder anderen Stau in Richtung Norden.
Nichts desto trotz kommen wir gut voran und checken gegen 18:15 Uhr nach einem weiteren Stau vor der CP-Schranke endlich ein.

Durch Zufall haben wir im Internet ein nettes Angebot für diesen CP für das lange Wochenende gefunden und haben einfach mal gebucht.
Außerdem wollten wir auch noch mal die Externsteine und das Hermannsdenkmal bei Tageslicht besuchen.

Und so machen wir uns auf unserer Parzelle  breit und beobachten unsere Wohnwagen-Nachbarn beim Einparken und Aufbau des Vorzeltes. In dieser Zeit haben wir schon zu Abend gegessen und den ersten Wein geschlappt und Caro schon mit dem Einrad das Umfeld erkundet.

Aber Spaß haben wir trotzdem und können nur müde über diesen Zeitaufwand schmunzeln. Denn bei uns gilt:
Ankommen, Lage sondieren, evt. auf Keile zur Begradigung des Wohnzimmers auffahren ( aber auch nur, damit nicht der Kaffee aus der Tasse schwappt), Motor aus, Handbremse anziehen und Markise raus, angekommen......
Geschätzte Zeit: 15min. max. .......  und dann sind wir angekommen.

Wir lassen den Abend dann gemütlich ausklingen.
Nur eines fällt uns schon jetzt auf: die Platzruhe um 22:00 Uhr wird nicht wirklich eingehalten und auch die Sauberkeit der sanitären Anlagen lässt doch sehr zu wünschen übrig.

Aber vielleicht wird dieses Problem morgen behoben....

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Heute ist einfach nur faulenzen angesagt. Caro vertreibt sich die Zeit bei der Kinderanimation und spielt mit einigen CP-Kinder und übt sich im Einradfahren. Mario und ich fahren mal ein wenig mit dem Fahrrad und erkunden die Gegend.

Das Sauberkeitsproblem ist trotz Beschwerde nicht gelöst und auch heute Abend ist wieder ziemlich viel los und natürlich eine entsprechende Lautstärke vorhanden....


Nach einem guten Frühstück machen wir uns auf die nähere Umgebung zu erkunden.

Wir erkunden ein Heckenlabyrinth und besuchen die Arche Alfsee.

 

Im Heckenlabyrinth erkunden wir den rechten Weg und lösen auch die dortigen Rätsel.

Das Rätsel des nachfolgenden Bildes lautet: Was ist größer der Umfang des Topfes oder die Länge des Zaunes?

Zum Glück finden wir diesen auch und können nach einigen wenigen hundert Meter die Arche Alfsee betreten und die dort ansässigen Tiere bewundern.
Es mutet alles ein wenig sehr grün-ökologisch an und den wirklichen Sinn dieser Arche erschließt sich uns nicht so wirklich.
Wir genießen die Zeit und bummeln durch das Gelände. So langsam meldet sich dann auch der kleine Hunger und wir können diesen an einer nahegelegen  kleinen Gaststätte eines ehemaligen Tennisverein mit einem Würstchen und ein wenig Kartoffelsalat stillen. Es ist zwar kein 5-Gänge-Menue, aber es schmeckt. Dazu scheint auch noch die Sonne und wir sind alle sehr zufrieden.

Nach einer ausgedehnten Pause machen wir uns dann wieder mit den Fahrrädern Richtung CP auf und lassen dort den Rest des Tages ganz gemütlich angehen.

Caro verfeinert die Technik des Einrad-Fahrens und wird zunehmend sicherer, aber mit Querfeldein geht es noch nicht wirklich so toll.

Mario und ich „wandern“ derweil mal Richtung Piazza und schauen uns dort ein kleine, aber sehr feine Ausstellung von ausgebauten Kastenwagen an.  Schöne Modelle mit schönen Detail-Lösungen, aber nichts für uns.

Gegen Abend packen und verstauen dann noch alles reisefertig, denn am nächsten morgen wollen wir früh auschecken und dann noch einige Sehenswürdigkeiten anschauen. Das haben wir letztes Jahr wegen beginnender Dunkelheit nicht mehr geschafft.

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Wir frühstücken in aller Ruhe und checken dann aus.
Der erste Teil unsere Besichtungstour führt uns zum Hermannsdenkmal.


Mario und Caro erklimmen natürlich sofort das Innere des Denkmals und schauen sich die Welt von oben an.
Da solche „Kletterpartien“ nichts für mich sind, bleibe ich mit den Füßen auf festem Boden und mit dem Hintern auf einer Bank und genieße derweil den Sonnenschein.

Das Mittagessen bereiten wir uns in der bordeignen Küche zu, da wir nicht bereit sind irgendwelche Anteile dort an einem Restaurant zu erwerben indem wir völlig überteuerte Preise für ein Mittagessen bezahlen sollen.

Nach der üblichen ausgedehnten Mittagspause nehmen wir runde zwei in Angriff: die Externsteine.

Der Anblick des Parkplatzes ist nicht wirklich vertrauenserweckend, da ich hier anscheinend die ganze Szene der Aussteiger und sonstigen linksorientierten langhaarigen  Lebenskünstlern das Wochenende über getroffen zu haben scheinen.
Vorbei geht es an diversen Hinterlassenschaften der Puristen (Zeltbewohner u. ä.), einschließlich etwas verkokst dreinschauenden Bewohner dieser Behausungen.

Wir gehen dann zu den Externsteinen selbst und auch hier lagern noch einige dieser „Lebenskünstler“. Aber auch schon die grün-weiße Freunde und Helfer sind schon vor Ort und das ganze wird doch sehr friedlich und zügig beendet.

Zusammen entdecken wir die Umgebung und schauen uns die „Grotte“, welche leider verschlossen ist, direkt unten am See an.

Caro beliebt es natürlich wieder bis ganz nach oben zu kommen und hat Mario auch relativ schnell davon überzeugt, dass er doch bitte mit-
kommen möge. Da Mario auch schon mal der beste der Welt ist geht er natürlich mit.
Ich bleibe wieder unten und schaue dem „Treiben“ der „Lebenskünstler“ und anderen Leuten zu und genieße den Rest des langen Wochenendes.

Am späten Nachmittag kehren wir ohne größere Staus gut erholt nach Hause zurück und fiebern schon dem nächsten langen Wochenende entgegen.


Fazit:

Camping-Plätze sind zwar ganz nett, aber je nachdem welche Gegend es ist, kann man schon mal mit den Mitbewohnern nicht so wirklich überein kommen.
Auch sind wir ein wenig von der nicht vorhandenen Freundlichkeit und den vollmundigen Versprechungen was Sauberkeit und Service angeht doch enttäuscht.
Das Preisniveau ist für erbrachten Leistungen hier deutlich zu hoch.

Wir werden für das nächste mal dann doch eher Ziele mit vernünftigen Stellplätzen suchen.

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