Herbstferien

Unsere Tochter Caro weilt derzeit mit Oma und Opa in Kamperland  in Holland.
Auch wir möchten noch ein paar Tage Urlaub verbringen und wollen sie heute dort aufsammeln und noch ein bisschen durch Holland fahren.

Freitag, 03.10.2008


Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war kurz. Um 3:00 in der Früh mahnt der Wecker aufdringlich endlich aufzustehen.
Nun gut, wir haben noch eine weite Strecke vor uns. Wir wollen heute Caro in Kamperland, Zeeland in Holland abholen.

Schnell noch eine Tasse Kaffee und dann los.

Ja los, Mario dreht den Schlüssel und der Anlasser tut zwar seinen Dienst, aber der Motor nicht. Wir schauen uns ziemlich ratlos an, versuchen es noch einmal, aber nichts, der Motor sagt gar nichts....
Also , Autos rangieren, Starthilfekabel anfummeln und hoffen das es gerät....
Es klappt und wir kommen mit einer halben Stunde Verspätung los.
Gegen 9:00 Uhr landen wir dann in Kamperland und werden vom Rest der Familie freudig empfangen und genießen das Frühstück.

Nach einer Stunde Aufenthalt geht es weiter Richtung Stellplatz in Den Over.

Rast machen wir auf einem Parkplatz an der Autobahn und wir müssen feststellen, die Laguna springt mal wieder nicht an.
Aber wir finden eine nette Familie aus Deutschland, die uns sofort Starthilfe gibt. Wir bedanken uns höflich und ziehen weiter.
So langsam machen Mario und ich schon so unsere Gedanken, woran es wohl liegen könnte, aber wir finden keine schlüssige Erklärung....

Wir kommen dann nach Den Over  und suchen uns einen Wolf an dem Stellplatz, schließlich fragen wir jemand der sich auskennt, es wird wohl der Hafenmeister gewesen sein....

Wir finden den Stellplatz, parken rückwärts ein und genießen den Ausblick auf das Hafenbecken und die freie See.



Gegen Nachmittag bewegen wir dann noch die Fahrräder und schauen uns mal im Dörfchen um, aber es ist nichts, aber auch gar nichts los.


Den Abend verbringen wir im Womo, nur der schnell steigende Wasserpegel und der Sturm bereiten uns ein wenig Sorge, denn wir wissen nicht, ob unser Duc anspringt.
Dennoch schlafen wir recht gut, obwohl der Sturm uns ordentlich durchschüttelt, aber seit England sind wir Sturm erprobt und wissen, das Teil kann nicht umkippen.

 

Nach der erwarteten stürmischen Nacht mit viel Regen schauen wir noch ziemlich müde aus der Wäsche als wir um 9:00 los wollen.

Heute ist der Chefsessel vorne links meiner, voller Spannung drehe ich am Zündschlüssel und......
.....nichts, das übliche Geräusch des Anlassers und sonst nichts......

Zum Glück findet sich schnell ein passendes Auto mit einem hilfsbereiten Fahrer und der Duc springt wieder a. So langsam tippen wir auf ein recht großes Stromproblem, aber eigentlich kann es nicht sein, da wir kaum Verbraucher die Nacht über an hatten....


Nun denn, trotz allem genießen wir die Fahrt über den Ijsseldamm, wobei der Blick zur freien Nordsee auf Grund des Dammes versperrt bleibt.
In der Hälfte des gigantischen Bauwerkes gibt es ein Aussichtspunkt. Mario, heute Co-Pilot, möchte dort mal ein paar Fotos machen.
Gut der Motor läuft........

Wir genießen weiterhin die Landschaft, der Regen hat sich verzogen, und fahren in aller Ruhe Richtung Zwolle.

Lange müssen wir nicht suchen, denn die Beschilderung zum Turfmarkt, wo es drei – fünf Stellplätze gibt, ist gut.
Gegen 17:30 Uhr kommen wir, wuchten die Fahrräder aus der Heckgarage, fluchen dabei ein wenig und machen uns erst einmal auf Richtung Innenstadt.


Wir wundern uns schon ein wenig, dass wir etwas blöde angeschaut werden. Nach einigen Minuten wird es uns klar. Wir sind in Holland und dort trägt man keine Fahrradhelme, allerhöchstens Mützen, denn die gehen nicht kaputt beim Aufprall.
Aber wir sind ein Vorbild für unsere Tochter und lassen den Helm auf dem Kopp und ignorieren die Blicke und den recht unkonventionellen Fahrstil der Holländer. Aber das Eis schmeckt klasse und der Abend verläuft ruhig und gemütlich.

Es ist 9 Uhr und wir wollen los.....
O.K. normal ist das ja auch kein Prob, aber unser Duci hat ein Problem mit der Batterie.
Obwohl.... gestern Mittag ist er noch mal angesprungen, nachdem wir auf einem Supermarktparkplatz Mittagsrast gemacht haben.

Auch hier haben wir wieder Glück, es ist Zeit für den Kirchgang und ich denke, es hatte jemand ein Einsehen mit uns, so direkt unter dem Kirchturm....
Auf jeden Fall konnten wir fast pünktlich die Fahrt Richtung Harderwijk zum Dolphenarium.


Das Wetter ist allerdings gegen uns, es stürmt und regnet.....
Trotzdem packen wir uns wetterfest ein und ziehen erst einmal los.


Nach dem Mittagessen Hat auch Caro keine Lust weiterhin durch Regen und Sturm zu latschen und so machen wir uns langsam Richtung Heimat auf die Socken.
Vorher müssen wir jedoch mal wieder Starthilfe eines netten Holländer in Anspruch nehmen.
Nachdem Co-Pilot Mario alles im hinteren Bereich kontrolliert hat ist alles klar zum Take off.

Trotz immenser Stauungen rund um die bekannten Knotenpunkten schaffen wir es dank Navi ohne diesem. Wir tanken nochmals in Holland und kommen dann nach rund 4 Stunden Fahrt und Dauerregen wieder in Freudenberg an.