Ostern 2010 - wir suchen den Frühling

Nach unserem Reinfall mit dem Wetter an Karneval, wollten wir zu Ostern auf jeden Fall besseres Wetter haben. In KW 12 der Vorosterwoche Klasse Wetter mit bis zu 21 Grad. Aber in den meisten nahen Regionen ist bereits für Mittwoch vor Ostern Schneeregen bei 2 Grad angekündigt. Wir können dieses Jahr aber kein Schnee mehr sehen. Da wir nichts geplant haben sind wir völlig frei. Sicherlich hatten wir mal über die Ostsee nachgedacht, oder Dänemark - auch Oostende mit Besuch meiner Tante und Oma, sowie der Weiterfahrt an der französichen Atlantikküste hatten wir im Auge. Mir selber schwebte auch ein Besuch von Paris vor. Aber jetzt sehe sich einer diese Temperaturvorhersage für die Osterwoche an.

Nahezu alles unter 10 Grad. Aber welch Lichtblick, am französichen Mittelmeer liegen wir bei über 10 Grad. Das sind zwar über 1000 km, aber wollen jetzt endlich mal Frühling. Und die Provence und wie das da alles heißt ist ja auch recht schön. Mein Französich ist recht miserabel und ruht auf Schulerfahrungen von vor über 25 Jahren, aber egal - das wird schon gut gehen. Schnell mal noch bei Amazon bei ein Wörterbuch bestellt und los geht es.

Nachdem wir heute noch mit Inge und Theo deren goldene Hochzeit sowie Theos 75. Geburtstag gefeiert haben, ging es dann um 15:00 Uhr nach hause umziehen und somit saßen wir um 15:30 startklar im Wohnmobil und begannen unsere Reise.

Ohne Stau ging es zügig vorran, nur um Frankfurt herum ging es weniger zügig voran. Aber unser Navi hat uns großzügig um die langen Staus herum navigiert.

Ach ja, das Wetter war unterwegs eigentlich gut, nur gelegentlich gab es mal hier und da ein kurzen Regenschauer.

Am Sonntag kann man aufgerund weniger LKW's sehr gut fahren und somit waren die 339 km in gut 5 Std geschafft. Wir haben uns eine Stellplatz in Offenburg bei Camping Kuhn rausgesucht.

Hier standen bereits 2 Mobile und ein drittes hat sich am Abend dazugesellt. Die V/E habe ich bisher vergeblich gesucht, aber wir haben ja auch noch alles an Bord. Nur wenn möglich, versuche ich natürlich immer alles wieder klar zu haben.

Vor der Tagesschau haben wir noch kurz gegessen und werden somit dann heute früh ins Bett gehen, da wir alle ziemlich verschnupft sind und wir noch die fehlende Stunde von der Uhrenumstellung suchen.......

 

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KM heute: 339,5

Unsere Aufgaben heute oder Montag, 29.03.2010

Heute morgen ging es nach dem Frühstück zügig Richtung Strassbourg los. Denn wir brauchen noch eine französische Prepaid-Karte für das Internet, damit die Lieben zu Hause auch immer auf dem neusten Stand sind und wissen wo wir gerade unser Unwesen treiben.

Mario hatte am Vorabend dann noch einige Adressen von Telefon-Läden ausgedruckt und kurz recherchiert, welcher denn wohl am besten für uns zuerreichen sei. Nun gut, nach gut 60 min Fahrt haben wir die "Zone commerciale" erreicht und nun beginnt das Abenteuer Frankreich. Zuerst versuchen wir uns mal an der Tankstelle. Ca 10 Zapfsäulen sind nur mit Karte und 5 Zapfsäulen, wo man noch ohne Karte, respektive wo noch jemand im Kassenhäuschen sitzt. Da Tankstellen meist sehr eng sind, entschließe ich mich, auszusteigen und die Dame im Kassenhäuschen zu fragen, welche Zapfsäule wohl auch deutsche EC-Karten, bzw auch Kreditkarten nimmt. Also krame ich mein mehr als miserables Französisch an den Tag und bekomme letztendlich ich heraus, an welcher Zapfsäule wir tanken können.

Gesagt, getan, aber dann.... Dunkel erinnere ich mich, das meine EC-karte auch zu denen gehört, welche von dem Karten-Lese-Problem Anfang 2010 betroffen war. Also, sie funktioniert hier in Frankreich nicht....aber ich habe noch genügend Bargeld und kann Mario samt Auto und Caro wieder auslösen.

Aufgabe zwei steht nun an..... Wir suchen einen Parklplatz der unserer Größe, vor allen Dingen unserer Höhe gerecht werden kann. Also das schaut gelinde gesagt etwas sch.... aus und nach drei Runden um den Pudding schauen wir mal in dem anderen, direkt angrenzenden Einkaufszentrum, nach einem geeigneten Parkplatz. Und siehe da, bereitwillig nimmt ein Lidl-Parkplatz uns auf.

Und nun folgt Aufgabe 3 für mich wieder: Besorge eine Orange-Mobicarte!

Also schnappe ich mir ein Wörterbuch, Telefon und Portemonaie und ziehe los. Ich selbst denke ja, das ich dafür länger brauche und die beiden anderen mache mal den Lidl unsicher. In dem Einkaufstempel angekommen, orientiere ich mich kurz und gehe dann Richtung Laden und trage dort meine Bitte vor. Allerdings auf Englisch, denn einer der Verkäufer kann ein wenig Deutsch und Englisch und so kommen wir relativ gut klar. Nach einer guten 1/2 Stunde verlasse ich zufrieden den Laden und habe eine Mobicarte und ein Telefon für nur 29€ erstanden, wobei die Karte eigentlich allein schon 30€ kosten soll. Gut, ich komme zurück auf den Parkplatz und stelle fest, dass die beiden es sich gerade gemütlich machen wollten und nun ich schon wieder um die Ecke komme....

Jetzt brauchen wir nur noch eine "Rubbelkarte", damit wir genügend Guthaben besitzen. Mario hat heute Fahrdienst und findet auch am Weg dann noch ein "Tabac Bureau", wo ich dann eine solche erstehe.

Wieder im Auto zurück, beschäftige ich mich dann mit dem Freischalten des Internets. Auch das gelingt mir Dank einer Anleitung recht gut und nun warten wir der Dinge, die da kommen. So geht es dann nun weiter des Weges, heute mal ohne Maut-Straßen.

Und wir sehen einige schöne Dörfer und Städte bis wir dann irgendwann hier unser Nachtlager aufschlagen:

www.wettsteinhof.com

Wir erkunden noch ein wenig den Hof und nach dem Abendessen kann Caro noch helfen die Pferde des Hofes zu putzen und bringt noch mit Frau Wettstein die Ziegen in den Stall.

Den Abend lassen wir dann ganz gemütlich ausklingen, denn unser morgiges Ziel heißt Avignon.

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Gestern hatten wir bei Ankunft zwar bereits Wind aber trotzdem war es mit 12 Grad noch recht warm. Heute morgen schüttet es nur noch aus Kannen und ist auch recht kühl. So richtig ungemütliches Wetter. Da hilft es wenig, das die Schweizer sehr nett sind und die Eier der Hofhühner gut geschmeckt haben. Schließlich suchen wir den Frühling und nicht den Regen. So bleiben wir auch hier nur die eine Nacht. Wir nutzen die Dusche im Haus und düsen dann aber nach dem Frühstück um 10:00 ab.

Die erste Route zur Nationalstrasse versperrt uns eine Baustelle. Nun kommt es zu einer Umleitung von bestimmt 10 km, aber naja egal.  In einem Gewerbegebiet tanken wir Languna nochmal für 1,099 Euro voll. Denn die fast 400 km gestern haben schon etwas am Tank gezehrt.

Heute versuchen wir Teil 1 auch erstmal mautfrei hinzubekommen und folgen der Nationale Nummer 5. Klappt auch ganz gut bis die ersten Berge kommen.

Kurz vor Lyon denken wir uns lieber über die Autobahnkreuze fahren, wie quer durch Lyon. Schon hinter Lyon, dann aber ein Hinweis auf 1,40 Stunde Verzögerung wegen Stau auf der A7 - wir verlassen die A7 somit und versuchen der Nationale 7 - mautfrei - zu folgen.

Die Fahrt durch das Rhonetal ist wirklich schön und beieindruckend.

Sehr im gegensatz zu der Fahrerei, von einem Kreisverkehr in den anderen und mit Achterbahneffekten für die Mitfahrer.



Immerhin inzwischen ist das Wetter trocken und mit 14 Grad auch schon wärmer. Heute abend wollen wir auf dem Campingplatz von Avigion stehen. Mal schauen, dann am morgigen Tag eigentlich den Papstpalast besichtigen und die Brücke aus dem Song anschauen.

Das Wetter wird immer schöner und auch erheblich wärmer - draußen sind es nun auch schon 20 Grad. Die Landschaft bietet immer wieder tolle Eindrücke.

18:00 Uhr - nach wiedermal 400 km- endlich am Campingplatz in Avignon angekommen. Und wir haben den Frühling gefunden.

Das erste mal in diesem Jahr können wir auf den Stühlen vor Laguna sitzen und die Sonne genießen. Nach einem Spieleabend werden wir jetzt noch den morgigen Tag planen. Denn planen fällt hier in Frankrech schwer. Denn Internet ist immer eine Tortour. Die Orange-Karte haben wir, die Internetfreischaltung kann aber bis zu 48 Stunden dauern. Und bis jetzt haben wir dort noch kein Internet. Zum Glück gibt es hier am Camping-Platz Wifi.

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Welch ein Tagesbeginn. Papa hat mit seinem Französischkenntnissen gestern Backwaren vorbestellt. Die 3 Croissants haben ja wunderbar geklappt, das Brötchen ist aber leider 1 Meter lang geworden.

Naja aber ein Brötchen, wenn man etwas Phantasie hat, geht auch das. Auf jeden Fall ein guter Start in den Tag. Denn heute wird mal wieder eine Stadt erkundet.

Auf ein Blick direkt beide Sehenswürdigkeiten von Avignon hinbekommen. Links die abgebrochene Brücke und rechts der Papstpalast. Der Einstieg in die Stadt bringt eine tolle Aussicht in die Altstadt.

Aber unser erstes Ziel ist der Papstpalast.

Drinnen gibt es deutschsprachige Audioguides, die uns in den Geschichtsunterricht um 1400 zurückbringen.

Ein Überblick über die Anlage erhält man immer wieder durch zahlreiche Modelle im Inneren.

Von ganz oben gibt es eine herrliche Aussicht auf Avignon und die Brücke.

Geschafft. Und schon steht die Kirche "Notre Dame" an - direkt neben dem Papstpalast mit viel Prunk im Innenraum.

Im Preis von 13,-- Euro für den Papstpalast war der Eintritt für die abgebrochene Brücke enthalten. Eintritt für eine Brücke? Naja dann auf zur Brücke.

Hier herrscht ein derartiger Wind, das man seine Kinder festhalten sollte - so die Warnhinwiese am Eingang. Naja wir brauchen keine Angst mehr zu haben. Aber auch hier wurden wir mit Audioguides ausgestattet und mit Geschichte vollgedröhnt. Damit ist jetzt Schluss, denn wir wollen noch ein Geocache finden - schließlich haben wir uns so ein Gerät für diese Ostern geleistet und selber geschenkt.

Wir haben die Papstbilder gefunden, aber den Cache finden wir nicht. OK evtl. hätten wir das mal üben sollen in einem Sprachraum dessen wir mächtig sind. Und Frankreich ist da definitiv falsch, aber dieses tolle Wandgemälde mit den Päpsten hätten wir so nie zu Gesicht bekommen. Zwei weitere Caches bleiben uns auch verborgen, aber was solls, das Wetter ist prächtig und der Tag war wunderschön.

Am Wohmobil angekommen ist es noch wunderbar warm und wir beschließen, heute wird gegrillt. Mit deftigem Fleisch und anderen Leckereien aus einem örtlichen Supermarkt lassen wir den tollen Tag ausklingen.

Um 19:15 Uhr bekommt Petra noch einen Blumenkranz aus Gänseblümchen von Carolin bei 15 Grad Außentemperatur und Sonne geflochten.

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