GB-ostern2012

Eine gute Planung hat schon was.

 

Wir planen also mal wieder GB. So sieht unsere theoretische Route durch GB dieses Jahr aus.

 

 

Viel Papier und Elektronik für die Planung ergibt über 2700 km. Warum so geplant? Naja GB bedarf immer etwas Planung, da wir eine Fähre buchen müssen. Da muss man schon schauen, ob die Reiseroute stimmt. Geboren aber ist diese Route aus ein paar Eckpunkten.

 

Grundsätzlich wollten wir eigentlich nach Cornwall, aber irgendwie kam uns dann das Schloss Alnwick in die Quere, denn das ist das Schloss, wo die Harry Potter Filme zum Teil gedreht wurden. Das eigentliche Schloss Hogwarts. Damit war Punkt eins geboren. Jetzt liegt das Schloss doch recht weit nördlich in England, aber es war uns egal. Dann habe ich gesagt, dann möchte ich gerne das Beatles Museum in Liverpool auf dem Weg zurück in den Süden mal sehen. Jetzt liegt am weiteren Rückweg natürlich London und hier wollten wir schon immer mal nach Madame Tussauds. Da waren die Eckpunkte geboren.

 

Um uns auf der Route wegen der Rückreise und der Buchung für den Campingplatz in London (Vorbuchung unbedingt empfehlenswert) nicht zu verzetteln, muss man also schon ein wenig schauen, wenn man mit nur 2 Wochen Osterurlaub bzw. Ferien hinkommen muss.

 

Für die Planung helfen div. Seiten im Netz. Da ich auf Treffen, in Foren ect. immer wieder mitbekommen habe, wie einige die Insel scheuen, will ich in diesem Prolog mal die Links (meist nur auf Englisch) mitteilen, um anderen evtl. Mut zu machen, auch die Insel als Reiseziel mal zu entdecken.

 

In England darf man eigentlich nicht frei stehen, darunter fällt in einigen Gemeinden sogar schon das Kochen im Wohnmobil. Diese wohnmobilunfreundlichen und freundlichen Gemeinden, Städte und Bezirke findet man auf einer Website, die einem darüber gute Auskunft gibt. In Schottland ist das übrigens anders, da ist es überall erlaubt, wo kein Verbotsschild oder Hinweis steht.

 

Ergänzend dazu gibt es die Stellplätze für Übernachtung zusammengetragen von britischen Wohnmobilisten einer Britischen Wohnmobilzeitung/Zeitschrift ähnlich der Promobil oder Reisemobil International.

 

Weitere Möglichkeiten bieten ja Campingplätze, die findet man auch gebündelt auf einer Seite.

 

Dann aber muss man feststellen, das man schnell am Ende ist und es einige Regionen mit weisen Flecken gibt. Hier helfen nur wirkliche Insiderinfos weiter. Die bekommt man aber nicht frei im Netz, sondern erfordern eine Mitgliedschaft in einem Club. Das lieben die Britten sowieso.

 

Wir sind Mitglied im Caravan Club. Wie wir inzwischen festgestellt haben, der Club mit mehr Luxus. Günstiger, aber auch mit einfacheren Plätzen, ist der Camping und Caravan Club. Daneben gibt es noch ein paar nicht in einem Verbund zusammengeschlossenen Plätze, die man aber auf der Campingplatz-Seite von oben auch findet. Zu den Highlights der beiden Club zählen die sogenannten "Certified Locations" oder "five-van-places". Das sind Plätze für bis zu 5 Camper (Wohnmobil oder auch Wohnwagen) bei Privatleuten. Häufig sind das Bauernhöfe, Pferdeställe, aber auch Privatleute mit großen Gärten. An die Adressen und Koordinaten kommt man nur, wenn man das Clubbuch hat, oder Zugang zum Mitgliederteil der Website. Diese Plätze sind mit unseren "guten" SP zu vergleichen. Sie bieten zum Teil Strom und Wasser. An einigen kann man auch entsorgen. Aber Vorsicht bei der Reise mit Kindern. Es gibt bei diesen, sowie auch bei einigen Campingplätzen ein Kinderverbot. Die sind nur für Erwachsene. Und das nicht weil es Nudisten-Plätze wären. Nein weil dort die älteren Besucher ihre Ruhe vor Kindern haben wollen. Grundsätzlich aber sind die Campingplätze kinderfreundlich und verfügen meist sogar über Spielplätze.

 

Nach den Übernachtungs- und Abstellmöglichkeiten nun zurück zum eigentlichen Ziel einer Reise, was sehen und erleben. Hier gibt es in GB den Slogan "(Great) Days Out". Unter dem Motto findet man div. Attraktionen und erhält bei einigen mt Aktionsgutscheinen auch noch Ermäßigungen. Grundsätzlich hat man aber in GB ein recht einheitliches Schema zum Auffinden von touristischen Sehenswürdigkeiten. Man kann recht einfach bei Google nach "visit location" suchen und landet dann meist auf der entsprechenden Seite, dass ist einfacher als bei uns in Deutschland, wo es kein Schema dafür gibt. Möchte man also nach Schottland sucht man über "Visit scotland" bei Google und direkt der erst Link heißt dann auch www.visitscotland.com. Ähnlich gut klappt das mit den meisten Städten. "Visit York" in Google bringt einen sofort auf die touristische Website der Stadt York. Um das Ganze noch zu toppen geht es hinein bis in die Bezirke/Regionen wie z.Bsp. das Anfangs genannte Cornwall oder auch der Nationalpark Dartmoor Man sucht aber am besten über Google, da sich die Endungen häufig unterscheiden, denn die Cornwallseite endet auf .com, die Dartmoorseite auf .co.uk, und die Stadt York auf .org.

 

Auf den Hosenboden setzt man sich bei einigen Eintrittspreisen. Hier aber gibt es auch Clubs, durch die man kostenlos oder günstiger hineinkommt. An erster Stelle steht hier The National Trust und The National Trust for Scotland. Diese beiden gewähren untereinander die meisten gegenseitigen Vergünstigungenund beschäftigen sich mit dem Erhalt der Denkmäler. Man wird dort für mind. ein Jahr Mitglied und hat häufig freies Parken und freien Eintritt in die Sehenswürdigkeiten, die vom Verein unterhalten werden. Die  Eintrittspreise können schnell mal 15 oder 20 Pfund pro Person sein, da lohnen sich die ca. 90 Pfund Mitgliedsbeitrag für eine Familie schnell. Aber das wäre ja viel zu einfach, denn es gibt natürlich auch hier ein zweites Exemplar, das sich um den Erhalt der Schlösser und andere Bautwerke kümmert. Auch hier belohnt man die Mitgliedschaft mit günstigerem bzw. freien Eintritt. Es ist "English Heritage", der "Heritage of Scotland" und "Historic Scotland". Das Ganze ist sehr verwirrend und man wird garantiert immer da Mitglied, wo man nicht vorbeikommt. Daher haben wir das bisher auch keine Mitgliedschaft abgeschlossen. Selbst für unsere jetzige Reise ist das nicht geplant, da Alnwickcastle in keinem der Vereine zu sein scheint und wir daher die derzeit 50 Pfund Familieeintritt komplett berappen müssen. Aber man hat immer noch die Möglichkeit direkt vor Ort Mitglied in dem jeweiligen Verein zu werden. Also auch hier wieder: sorgfältig im Vorraus planen und man weiss dann, nach einer kurzen Überschlagsrechnung, ob es sich lohnt noch Mitglied zu werden.

 

Jetzt ist aus meinem Prolog und schon eine kleine Anleitung für GB-Urlauber geworden. Aber ich hoffe es hilft Euch weiter. Grundsätzlich hole ich mir übrigens bei dem ADAC - ja da sind wir auch Mitglied - immer die einfachen Reisekarten, die man als Mitglied kostenlos bekommt. Auf denen lässt sich prima die Route einzeichnen und Rummalen, was man auf einer Landkarte, zum einen wegen der engen Beschriftung, deren Beschichtung und des Gedankens an den Preis, immer unterlässt.

 

Wo wir bei der Routenplanung angekommen wären. Wie kommt man auf die Insel? Für mich gilt immer noch das Schiff, denn ein GB-Urlaub beginnt, wenn ich die weisen Felsen von Dover sehe. Daher scheidet der Tunnel aus. Die Zeitersparnis von einer Stunde gegenüber der Fähre ab Calais brauche ich nicht, denn wir haben ja Urlaub. Die Fähre ist günstiger als der Tunnel. Inzwischen habe ich aber rausgefunden, dass die Fähre ab Dünkirchen noch günstiger ist. Sie fährt zwar 30 Minuten länger, aber ich spare auch die Fahrtstrecke in Frankreich von ca.: 40 km.

 

 

27.02.

Heute erfahre ich aus dem Internet zu dem Thema Alnwick, den absoluten Oberknaller für die Reise:

 

 

Ich verstehe nur nicht, ob das jezt die Original Schauspieler sein werden, oder nur als Show das dort aufgeührt wird. Aber ich glaube das ist egal. Die Tatsache selber dürfte schon für usnere Tochter der Hit sein und wir freuen uns auch darauf.

 

 

Vorher müssen wir unser Wohnmobil bei wunderschönem Wetter natürlich noch vom Winterdreck befreien.

Heute ist es endlich soweit. Wir haben alle darauf hingearbeitet, das es gut losgehen kann. Carolin habe ich heute morgen in der Schule abgeliefert. Sie schreibt auch noch eine Mathearbeit. Petra hat gestern Abend die letzten Handtücher bestickt und um 11:00 Uhr kommen die letzten Kunden noch Ware abholen, Währenddessen packt Sie das Wohnmobil zu ende, wobei die ganze Wäsche von der Woche schon direkt ins Auto geladen hatte. Naja aber die Lebensmittel und unsere Technik (Foto, Navi ect.) fehlt halt noch. Ich habe die letzten 2 Wochen schon immer vorgearbeitet und länger gemacht, damit alles klappt und es sieht richtig gut aus. ich werde die Carolin um 12:20 an der Schule wieder abholen und dann geht es hoffentlich gegen 13:00 Uhr los auf die ersten 450 bis 500 km nach Dünkrichen.

 

 

Wir schaffen den Start absolut pünktlich um 13:00 Uhr und passieren um 14:00 Uhr schon den Rhein bei Köln und das bisher absolut staufrei. Nach Kerpen ziehen wir die frisch aufgezogenen Sommerreifen einmal kurz nach, aber da ist noch alles fest. Jetzt geht es mit Volldampf Richtung Grenze. Noch sagt das Navi uns eine Ankunft um 19:00 Uhr vorraus. Aber wir haben schon gesehen, das es um Brüssel rum etwas Stau gibt, aber für Belgien und auch für Frankreich haben wir keine Internetkarte gebucht, da das für die Durchfahrt nicht lohnt. Somit werden wir erst wieder auf der Insel über Internet verfügen. Und um 15:00 Uhr werden wir Deutschland wohl passend verlassen haben - damit liegen wir absolut im Zeitplan und ich habe auch schon das erste zerstört. Denn ich bin an dem Plastikhaken der den Mülleimer fixiert hängengeblieben, damit hatten wir mal einen Haken, aber damit bleibt wieder etwas zum reparieren nach dem Urlaub.

 

 

Auch Aachen scheinen wir staufrei passieren zu können. Auch wenn wir den Abstand untereinander von den Fahrzeugen links vor uns etwas kurz erscheint.

 

 

 

Bei Brüssel sehen wir dieses toll beklebte und weit gereiste Womo und

 

 

stehen sogleich auch im dicken und sehr zähflüssigen Verkehr um Brüssel wie erwartet. Trotzdem drücken wir auf die Tube und können in Dünkirchen nochmals den Tank für 1,41.9 füllen. An dem Ticketschalter angekommen fragen wir um 19:30 nach der Fähre um 20:00 Uhr und der Mann sagt nur "Hurry up". Im express passieren wir die Kontrollen

 

 

und fahren noch auf die 20:00 Uhr Fähre auf.

 

 

Und schauen uns nach dem Stress den Sonnenuntergang auf Deck an. Da werden wir diesmal wohl die Kreidefelsen nicht sehen, weil wir im Dunkeln ankommen.

 

 

Die ersten Fish and Chips noch bevor wir überhaupt auf der Insel sind.

 

 

Nach 2 Stunden dann zurück in den fast leeren Bauch der Fähre. Wir fahren noch ein Stück auf der M20 Richtung Londen, verlassen diese aber bei Folkstone und kommen an einem PUB zum stehen.

 

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hier endet unsere heutige Fahrt. Mit dem Mann am Tresen hatte ich ausgemacht, das wir zum Bier trinken kommen würden, wenn wir hier auf dem Parkplatz übernachten dürften. So gehen wir hinein und während Petra zwei Cola und ich zwei Bier trinke, erfahren wir im Gespräch an der Theke, das die Tankwagenfahrer mit einem Streik begonnen hätten und man immer sehen solle, das der Tank voll ist. Wir wissen nun Bescheid und genießen die Getränke, die uns 9 Pfund kosten, aber dafür einen Kostenlosen Stellplatz für die Nacht geben.

Den Wecker am Handy hatten wir uns auf 6:00 Uhr gestellt, denn wir wollen heute schon ein ordentliches Stück fahren. Während ich im Bad bin klingelt das Handy dank Snooze Funktion ein zweites Mal, der Blick auf meine bereits umgestellte Armbanduhr verrät mir, es ist jetzt erst 5:15, denn wir hatten zwar die Armbanduhren, aber nicht unsere Handys eine Stunde zurückgestellt.

Also nochmal zurück und eine Stunde im warmen Bett kuscheln bevor wird dann Frühstück machen.

 

 

 

Unser Übernachtungsplatz im hellen. Der Pub heißt Vailant Sailor und sind dankbar für die ruhige Nacht. Um 7:45 Uhr brechen wir auf Richtung Norden.

 

 

An London vorbei passieren wir die Themse durch den Tunnel für 1,50 Pfund.

 

 

Das mit dem Sprit ist schon ein großes Problem. Kurz vor der ersten Etappe für heute fahren wir zwei Tankstellen an, die schon keinen Sprit mehr haben. Hier ist zumindest noch Diesel verfügbar, andere Sorten sind auch schon leer. Also voll machen und weiter.

 

 

bis nach York. Hier machen wir bei dem Outlet zur Mittagszeit um kurz nach 12:00 Uhr Pause.

 

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Unsere erste Etappe war schon mächtig mit über 400 km, aber wir haben heute morgen den Osterhasen schon rausgelassen und somit war Carolin beschäftigt. Wir bummeln also kurz durch das Center, bevor wir entscheiden lieber morgen Alnwick anzugehen, wo das Wetter dort oben noch recht gut sein soll.

 

 

wir passieren den Engel des Nordens auf der A1 Richtung Norden. Die Zeit für den Besuch haben wir im Outletcenter gelassen, weil uns das wichtiger erschien. Wir wollen weiter zu dem Caravan Campingplatz.

 

 

Also geht es über Land Bergauf und Bergab weiter. Auf dem CP wollen wir mal richtig versorgen und entsorgen und ggf. duschen. An dem Platz angekommen müssen wir die Erfahrung mit einem Warden machen, der ziemlich komisch ist und uns trotz Clubkarte nicht weiterhilft. Auf der Tentarea will er uns nicht lassen und in seiner Late Night Area steht ein Fish and Chips Wagen. Der Typ ist sogar so unfreundlich das wir nichtmal entsorgen können, er sagte auch er dürfe kein Geld annehmen und entsorgen dürfe nur wer auf dem CP ist. Ganz toll, naja doch kein früher stop um 18:00 Uhr. Somit geht es weiter. Wir wollen somit mal schauen, was sich auf dem Weg nach Alnwick noch auftut.

 

 

Und siehe da, der andere Club hat auch schöne Kleinplätze.

 

 

Wir kommen kurz mit dem Besitzer überein und stehen für 10 Pfund die Nacht wunderschön.

 

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nach dieser Fahrt an den nördlichsten Punkt unserer diesmaligen Tour.

 

 

Der Platz liegt mitten in einem Pferdehof. An jeder Seite sind hier mitten in der Natur Pferde, die sich fragen, was wir hier wollen und am Ohr kratzen.

 

 

Wir genießen den Sonnenuntergang, duschen noch und lassen den Mond aufgehen

 

 

jetzt wird es zeit für das Bette denn ab morgen beginnt der eigentliche Urlaub - da jetzt der Stress des ankommen vorbei ist. Es sind von nur 4 Meilen zum Schloss. Wir haben heute insgesamt dreimal immer wieder voll getankt, wenn eine Tankstelle mal Diesel hatte. Jetzt haben wir im Moment den Tank voll und hoffen das sich das in der nächsten Woche bessert und nicht noch verschlimmert mit der Knappheit an Sprit.