Sommer / Schottland

Nun ist Mai. Es wird Zeit den Prolog zu beginnen. Wir haben bereits seit Herbst letzten Jahres nochmals GB für eine Reise ins Auge gefasst. Zum einen, weil es unser erster Womo-Urlaub war und weil wir es dort schön fanden. Zum anderen aber auch, weil unsere Tochter nun nach einem Jahr Englisch am Gymnasium durchaus etwas mehr Praxis und Training brauchen kann und es ihr helfen wird, die Notwendigkeit der Sprache einzusehen und mehr Spass daran findet. So war es in der Vorweihnachtszeit beschlossen: "Es wird GB im Sommer 2010". Das wird bestimmt kühler wie die Affenhitze in Italien in 2009. Da ich Schottland von meinen Jugendreisen sehr schön fand, haben wir das auch ins Auge gefasst. Carolin hat einmal im TV einen Bericht über frittierte Schokoriegel in Edingburgh gesehen, die sie probieren möchte und dann ist Inverness ja auch nicht mehr weit.

Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich dann für 81 Euro sehr günstig die Fähre Calais Dover gebucht (in 2008 habe ich dafür noch über 120 Euro bezahlt). Die anderen Fähren bis hoch nach Schottland zwingen einen immer zur Kabinenbuchung und dann wird das ganze Spiel bei unserem Riesenschiff (über 7 m bei 4to) unendlich teuer. Desweiteren ist Petra nicht ganz Seefest und da reichen die paar Meilen über den Kanal, vor denen ihr schon mulmig ist.

Da wir in London 2008 nicht alles gesehen haben, wünscht sich Carolin am Ende der Reise noch 1 oder 2 Tage London. Inzwischen hat man dort aber eine LEZ (Low Emission Zone) eingerichtet für die man sich registrieren muss. Wir beginnen somit die Reise durch englische Formulare (6 Seiten muss man dafür ausfüllen). Am 10.02. haben wir es losgeschickt und am 16.04. erhielten wir das als Antwort.

Lange Antwortzeit, aber immerhin wissen wir jetzt, dass wir bis 03.10.2010 mit unserem Fahrzeug überhaupt nicht unter die Bestimmungen der LEZ fallen (NOT Subject to LEZ) - also rein dürfen. Vom 04.10.2010 bis 31.12.2018 sind wir mit der Zone übereinstimmend und brauchen nichts zu zahlen. (Compliant). Ok London ist gesichert und 2018 wollte ich das Wohnmobil Laguna ganz sicher nicht mehr fahren. Auf zum nächsten Spiel.

Aus 2008 wissen wir das die Mitgliedschaft in einem CLUB in GB immer sehr wichtig ist und einem Zugang verschafft, den man sonst nicht erreichen würde. Also auch beim Camping. Denn in GB sind SP nicht so häufig zu finden. Ich beantrage somit wieder die Mitgliedschaft für ein Jahr im Caravan Club. 2 Tage später sind schon unsere Mitgliedskarten hier.

4 Tage später kommt dann auch noch ein kleines Paket vom Carvan Club.

Hier ist ein Buch mit allen Plätzen und Preisen 2010 drin, eine GB-LandKarte mit den eingezeichenten Plätzen und Aufkleber für die Scheibe, sowie ein paar Schriftstücke. Für die Reisevorplanung einfach gut und der Jahresbeitrag kostet nur ca.: 53,-- Euro. Die Plätze waren aus unserer Erfahrung in 2008 gegenüber freien Campingplätzen immer extrem sauber und ordentlich. Preislich lagen sie mit freien Plätzen nahezu gleichauf. Achtung: man muss aber auf jeden Fall genug Stromkabel dabei haben, denn in GB wird das Kabel grundsätzlich rechten Winkeln bis zur Steckdoese gelegt und nicht auf dem kürzestem Weg.

Zwischenzeitlich haben wir auch jemand aus Köln über das Womo-Forum kennengelernt, der auch zur selben Zeit nach Schottland möchte und eine Tochter gleichen Alters hat. Wir werden uns dann in Schottland mal treffen, denn er nimmt den Eurotunnel wegen seines Hundes. Bei dem Kaffeetrinken in Köln haben wir uns nett unterhalten und Erfahrungen ausgetauscht. Danke Markus und Familie samt Drago.

Jetzt wollen wir in GB natürlich auch hier bloggen und haben uns daher bereits auch ein paar britische SIM-Karten für das Netbook zugelegt. Eine von Three und eine T-Mobil lt. Empfehlung eines Briten die beste Wahl um in Schottland Online zu gehen. Wir werden schauen und berichten bei den Sim-Karten in der Rubrik Wohnmobil.

Der Prolog wird bestimmt nochmals aktualisiert, da wir uns noch unschlüssig sind, ob wir uns den Familienpass von "The Great British Heritage Pass" für 187 Pfund bei 15 Tagen leisten sollen.

Endlich ist es soweit, um 13:20 Uhr kommen wir los und fahren immer gen Westen.



Um Köln wie zu erwarten etwas Verkehr aber es läuft sehr gut.



Bis wir in Brüssel die Regen- und Gewitterwand erreichen. Hier kommen sintflutartige Regengüsse runter und das ganze um 16:30 Uhr zur Feierabendzeit. Wofür habe ich eigentlich vorher das Auto noch gewaschen? Denn das ganze passiert uns in einer Baustelle voller Schlamm auf der Straße.
Wir tanken noch sehr günstig in Frankreich für 1.130 - leider hat der geplante Supermarkt um 19:15 Uhr schon geschlossen. Wir fahren also weiter nach Calais. Dort um 20:00 Uhr angekommen fragen wir nach, ob noch Platz auf der Fähre ist.



Und jetzt aber hurtig - nur 35 Minuten vom Ticketschalter, durch die Passkontrolle zur Einwanderungsbehörde und am Ticketkontrolleur vorbei auf die Fähre. Um 20:40 Uhr können wir mit der Fähre übersetzen.



Und raus geht es abends aus dem Hafen.



Bei wunderschönenem Wetter genießen wir die Überfahrt nach Dover. Zum Glück, denn am 15.07. soll es stürmisch werden. Daher sind wir froh noch rüber zu kommen.



Wir sind somit bereits ungeplant am ersten Tag auf der Insel angekommen und stehen in Canterbury vor dem Stellplatz, da man dort abends ab 20:30 Uhr nicht mehr drauf kommt. Dumm gelaufen, aber wir werden dann halt morgen früh hinein fahren und uns nach der Tour am heutigen Tage morgen die Stadt  anschauen. Jetzt sind wir erstmal müde und wollen schlafen.

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Morgens fahren wir früh um 6:30 Uhr auf den SP, denn dieser Park and Ride Parkplatz an der New Dover Road öffnet um 5:30 Uhr morgens. Da wir im ziemlichen Parkverbot vor den Schranken geschlafen haben, müssen wir jetzt mal Platz für die Berufspendler machen.


Da sich die gestrige Wettervorhersage mit Regen und Sturm für den vormittag


bestätigt hat, legen wir uns wieder hin nachdem wir auf dem Platz stehen. Carolin hatten wir erst garnicht geweckt, sondern schlafen lassen. Nur Petra brauchte ich vorne, da bei Einfahrt an der Schranke der Parkautomat an der falschen Seite angebracht ist - die Britten halt.



Als die Sonne rauskam, haben wir den P&R Bus genommen und sind nach Canterbury herein gefahren. Schließlich gibt es dort die berühmte Kathedrale zu besichtigen.



Durch wunderschöne schmale Gassen lässt sich bereits ein Turm erkennen.



Aber was ist das, durch den Abschluss der Universität Kent können wir nicht in die Kathedrale, dafür ist der Eintritt aber auch geringfügig ermäßigt. Heute nur 19 Pfund für uns 3. Naja wir gewöhnen uns langsam wieder an brittische Eintrittspreise.



Es ist viel los auf dem Gelände, trotzdem ist die Kathedrale beeindruckend.



Danach gehen wir bei einem Kubaner eine Kleinigkeit zu Mittag essen.



Die gesamte Stadt ist sehr schön und so gehen wir dort noch ein wenig bummeln und shoppen. Abends auf dem Stellplatz duschen wir noch alle, damit wir morgen früh vor unseres Abfahrt gen Norden noch Wasser an der Entsorgungsstation ablassen und frisches Wasser fassen können. Dann geniesen jetzt gerade meine Damen den CHIO aus Aachen am TV, während ich versuche mich durch die brittischen Telefonkarten zu wühlen.

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