Herbstferien

Morgens um halb drei in Deutschland. Alles ist noch im Bett, außer wir, denn wir wollen heute Carolin um 9:00 in Camperland, Südholland abholen. Wie schon letztes Jahr macht sie dort eine Woche Urlaub mit Oma und Opa.
Aufgrund unserer Fellnase Mohrle können wir die eine Woche „Sonderurlaub“ nicht nutzen und sind zum Cat-Sitting daheim geblieben.

Nun, dieses Jahr ist es genauso kalt am frühen morgen, oder besser gesagt mitten in der Nacht, aber dieses mal springt unser Duci ohne Probleme sofort an und pünktlich um 3:30 Uhr geht’s Richtung Holland via A45 und dann A4.
Das Wetter ist nicht wirklich berauschend, es ist neblig und gelegentlich tröpfelt es mehr oder weniger stark von oben.
Um das Kölner Kreuz ist noch nicht los und wir verlassen dann über Aachen Deutschland, durchfahren Belgien um dann nach ca. knapp 3,5 Std. Fahrt vor Antwerpen mal im Stau zu stehen.
Hier wird dann mal ein kurzer Fahrerwechsel vollzogen, denn Mario möchte lieber mal das Internet befragen und mal wieder „MarioMario“ spielen. Also nutzen wir den kurzen Stop vom Stop-and-go-Verkehr und wechseln kurz die Seiten. Normaler ist das Wetter nicht wirklich meins zum Fahren, aber es wird schon gehen.

Der Stau entpuppt sich dann als doch nicht so gewaltig, wie es sich im belgischen Radio angehört hat. Nach gut 4 Std. passieren wir dann endlich die holländische Grenze und haben noch gut eine ¾ Std. Fahrt vor uns.
So langsam wird es hell und die letzen Kilometer verlaufen ohne Probleme. Mario hat uns schon telefonisch avisiert und Caro erwartet uns schon am Eingangstor mit ihrem Einrad. Sie leitet uns dann erst ein mal zu dem Ferienhäuschen, wo uns Oma und Opa schon mit einem tollen Frühstück erwarten.
Das genießen wir dann auch und dann geht’s auch schon wieder weiter. Denn bis 11:00 Uhr muss das Häuschen geräumt sein und Gaby hat noch diverse Dinge zu erledigen.
Wir verstauen derweil die Sachen von Caro und montieren die Fahrradträger wieder um und werden dabei natürlich auch wieder ein wenig vom Himmel mit Frischwasser bedacht. Dementsprechend gereizt ist auch die Stimmung, aber wir lassen es uns nicht anmerken....
Gegen 10:30 Uhr haben wir alles geregelt und lassen Wohni wieder arbeiten. Caro hat noch Eintrittskarten für das Romport-Schwimmbad und genau diese wollen wir auch noch nutzen, da das Wetter auch nicht zum Spazieren gehen einlädt, müde sind wir außerdem. Also landen wir schon nach ca. 5km auf dem dazugehörigem Stellplatz und checken erst ein mal ein, packen dann in aller Ruhe unsere Schwimmsachen beieinander und machen uns auf den Weg.


Drinnen trifft uns dann der Schlag, was Hygiene und Sauberkeit angeht, aber da wir nichts für den Eintritt bezahlt haben, wollen wir uns mal nicht beschweren.
Caro tobt im Wasser, schwimmt in den halbstündigen Wellen und wir kämpfen gegen die aufkommende Müdigkeit.
Gegen 17:00 Uhr verlassen wir das Hallenbad und lassen den Abend ganz ruhig ausklingen und starten von der nächsten freien Startbahn ins Traumland.
Km-Leistung: 382km

 

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Geschlafen haben wir gut und sind auch relativ schnell abfahrbereit.
Heute steht die Tour nach Marsum an. Dort soll es kleinen Privat Stellplatz geben. Dazu später mehr.
Wir nutzen vorher aber noch mal die Möglichkeit den Ijseeldamm zu überqueren.

Wir starten um 9.30 Uhr fahren gen Norden. Zuerst überqueren wir den Schelde-Damm und haben auch noch ganz tolles Wetter. Weiter geht es Richtung Norden via Rotterdam nach Den Haag. Hier kümmern wir uns mal um den Wochenendeinkauf. Verzweifelt suchen wir fast eine ganze Stunde nach dem Aldi und finden ihn dann auch endlich. Aber jetzt steht noch das Problem des Parkplatzes an. Immerhin finden wir in Fußläufiger Entfernung und Caro und ich schlagen uns durch das Gewühl.
Nach dem Einkauf ist erst mal Kräftigung der müden Geister angesagt und wir werfen eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Endlich erreichen wir  Den Over und es geht auf den Ijsseldamm. In der Mitte des Damms gibt es ein Aussichtspunkt mit reichlich kleinen und großen Parkplätzen, welche wir dann auch nutzen.
Dieses Jahr können wir dann alle los marschieren, da wir kein Problem mehr mit dem Anspringen des Autos haben, ganz im Gegensatz zum letzten Jahr.
Nichts desto trotz steigen wir aus, erklimmen die Brücke und schauen uns das Denkmal und die Erklärungen zu dem Bau des Dammes an.
Die Sonne scheint, aber der Wind pfeift uns doch erheblich um die Ohren und lässt uns trotz dicker Jacke ein wenig zittern und frieren.
Nach einer guten halben Stunde machen wir uns wieder auf den Weg.

Wir fahren durch die typische holländische Landschaft mit flachen grünen Wiesen, Grachten, Zugbrücken und Windmühlen gen Marsum.

Hier drehen wir durch den schönen kleinen Ort mehrere Runden, bevor eine nette Anwohnerin auf uns aufmerksam wird und uns erklärt, wo sich der Stellplatz befindet und fragt auch noch, ob wir Strom oder Wasser benötigen. Wir bedanken uns ganz freundlich und erklären, das wir weder das eine noch das andere benötigen. Wir beziehen unser „Nachtquartier“ und sind ziemlich sicher, dass wir sehr gut schlafen werden, da sich hier Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Ja, es sei denn, die Marsumer Feuerwehr hat einen Einsatz, denn wir stehen direkt neben der Garage der Feuerwehr.
Aber die Nacht verläuft ruhig, nur gelegentlich werden wir schon mal mit Frischwasser aus den Wolken versorgt.

 

 

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KM-Leistung: 296 km

Nach einer guten Nacht stehen wir relativ früh auf, denn heute wollen wir bis nach Norddeich kommen. Und das sind schon einige Kilometer.

Also schnell frühstücken, Mario mimt den „MarioMario“ und ich sitze vorne links, Caro macht es sich mit ihrem Nintendo auf den hinteren Plätzen gemütlich.


Um zwanzig nach neun starten wir bei schönstem Wetter und nach einer Dorfrundfahrt bekommen wir endlich den Absprung nach Leuwaarden und somit auch in die richtige Richtung.
Vorbei geht es an Gronigen Richtung Deutschland und am Dollart verlassen wir Holland dann endgültig Richtung Norddeich.
Dort kommen wir um 14:15 bei strahlendem Sonnenschein an.
Wir holen sofort die Stühle raus und kochen einen Kaffee. Caro ist derweil mit dem Fahrrad in Örtchen unterwegs und besorgt ein bisschen Kuchen.
Und genießen wir den frühen Nachmittag bei Sonnenschein, Kaffee und Kuchen.
So kann es ruhig bleiben, aber dennoch schwingen wir uns relativ zügig doch noch auf unsere Drahtesel und fahren zum Strand.
Anscheinend hat sich das Wasser vor den ganzen Touris soweit erschreckt, dass es sich lieber aus dem Staub gemacht hat. Soll heißen, es ist tiefste Ebbe und man kann fast bis nach Norderney zu Fuß laufen. Wir schlendern nach einer Weile wieder zurück zum Deich und holen dort unsere Drahtesel wieder ab und fahren Richtung Hafen. Denn ich habe Hunger auf ein Fischbrötchen.....

Zum Glück finden wir dort auch ein Restaurant, na ja eher ein Schnellimbiss, aber unsere Brötchen schmecken trotzdem und sind frisch belegt.

Wir machen uns wieder auf und radeln durchs Örtchen wieder zurück zum Stellplatz. Zum Glück ist es noch nicht ganz dunkel, denn an allen unseren Fahrrädern versagt die Lichtanlage. Ebenso ist es schon recht kühl geworden.
Im Womo werden wir von einer wohligen Wärme empfangen und ich bereite dann unser Abendessen zu. Da mittags schon die Küche kalt geblieben ist, muss jetzt was deftiges her....

Gegen Abend entschließen Mario und ich, dass wir noch ein Bierchen trinken wollen und machen uns auf die Socken. Wir latschen also einmal quer über den Platz zum Ocean-Wave und kehren dort ins Diekster Bräu ein.
Nach einer guten ¼ Stunde bequemt man sich doch uns als fast einzigen Gäste zu bedienen, aber ehrlich gesagt so ein schlechtes Bier habe ich selten getrunken, auch kennt man den Unterschied zwischen 0,2 und 0,3 cl nicht wirklich und ich bekomme glatt das größere Bier, obwohl ich die kleinere Ausführung bestellt habe.
Selbst Mario hat mit dem Geschmack des Bieres so seine Probleme und wir entschließen uns, zügig zu zahlen und dann doch bei „Uschi“ vorbei zu schauen.
Die Kneipe „Bei Uschi“ liegt ungefähr 200m Luftlinie entfernt, bietet eine nette Atmosphäre, freundlichen Service und gut schmeckendes Warsteiner Pils , welches sauber und ordentlich gezapft ist.
Zügig, ja das ist Auslegungssache, wieder warten wir gute 20min und das obwohl wir direkt an der Theke sitzen. Aber zum Glück hat sie uns dann doch noch erhört und wir konnten endlich die Lokalität verlassen.
Bei Uschi haben wir dann noch ziemlich lange an der Theke gesessen und noch ein wenig mit den beiden Jungs hinter der Theke und einigen Einheimischen übe dies und das geschnackt. Ein schöner Abend und Caro war bereits tief und fest in unserem Heckbett eingeschlafen und somit bin ich dann in den Alkoven gehuscht und Mario hat sich mühselig seinen Platz am Rand erkämpfen müssen. Geschlafen haben wir vorzüglich und auch lange.

KM-Leistung: 214 km

 

 

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Heute ist der schon fas traditionelle Besuch im Ocean-Wave angesagt.
Wir lümmeln uns somit fast den ganzen Tag in der Sauna und im Schwimmbad herum und genießen das Faulenzen und gelegentlich gehen Mario und Caro auch mal in den Wellen baden.
Wir lassen den Tag ganz geruhsam vorüber ziehen und auch entsprechend ausklingen und liegen früh in den Federn, denn morgen geht’s schon wieder weiter nach Bremerhaven.

 

Bereits um kurz nach acht dieselt unser Duci vor sich hin und das Navi von Navigon, als auch das MarioMario-Navi weisen mir zuverlässig den Weg Richtung Bremerhaven.

Die Anfahrt zum Stellplatz an der Doppelschleuse in Bremerhaven scheint abenteuerlich. Denn man hat das Gefühl, dass man jeden Augenblick an einer Kai-Mauer steht und es nicht mehr weiter geht. Aber wir haben nur einmal die Einfahrt verpasst und nach einem kleinen Wendmanöver im Hafen-Bereich kann auch bald unser Wohni vor Anker gehen.
Wir stehen  - Gott sei Dank – gut 2 Meter unterhalb der Deichkrone und sind somit gut geschützt vor dem doch jetzt recht starken und kaltem Wind.
So richtig merken wir dies aber erst, als wir uns zu Fuß mal in die Innenstadt aufmachen.
Denn unsere Ankunft ist schon gegen 13:00 Uhr gewesen und natürlich musste dann erst ein mal etwas gegen den großen „kleinen Hunger“ getan werden.

Aber wir wollen uns kurz orientieren und schauen, was wir morgen in Bremerhaven unternehmen können.
Sehr interessant soll das Klimahaus sein. Also bersorgen wir uns vor Ort noch ein paar Infos und schlendern dann über die Innenstadt wieder zurück zum Stellplatz.
Die Truma hat uns auch nicht im Stich gelassen und empfängt uns mit kuscheligen 22°C im Inneren . Das Außenthermometer zeigt hingegen nur 5°C an, aber dafür scheint, oder besser schien den ganzen Tag die Sonne.

 

 

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KM-Leistung: 150 km

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