Ostern

Nach dem Saisonstart im Februar haben wir uns ja endlich einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung zugelegt. Ein Thule nachdem 2 No-Name Träger sich als ungeeignet erwiesen und wieder retourniert wurden.

Im weiteren haben wir im Kleiderschrank noch ein Brett  eingesetzt, um den toten Raum im oberen Bereich zu nutzen und im TV-Schrank haben wir zur besseren Nutzbarkeit auch noch ein Regalbrett eingezogen. Bei der Aktion ist mir aufgefallen, das unsere Druckwasserpumpe völlig lose neben der Dinette rumhing. Nach viel fluchen und enger Arbeit habe ich Sie wieder festgeschraubt. Toll jetzt hört man Sie kaum noch – ist richtig leise geworden.

Für unsere Wasserversorgung haben wir uns im Baumarkt eine Rolle mit original Gardenaschlauch geholt, da unser jetziger Schlauch bereits diverser Verwindungen an den Tag legte und nie gescheit aufzuwickeln war.

In der Vorbereitung haben wir alle Stationen zeitlich diesmal bereits voll geplant und es bleibt für spontanes weiterfahren wenig Platz, denn sowohl der Platz in Berlin ist wegen Innenstadtnähe vorgebucht bis zum maximalen Tag Gründonnerstag und der darauffolgende Campingplatz (eine Überraschung) wurde über die Ostertage zu einen Riesenosterei bereits vorgebucht. Der Stellplatzbetreiber in der nächsten Stadt schreib uns zwar auf unsere Reservierungsfrage „Reservieren können wir kein Platz aber zusichern das ein Platz frei ist“, na ja und zum Schluss geht es dann noch zu unserer Verwandtschaft nach Zwenkau, dort haben wir uns für den Donnerstag 16.04 auch bereits fest angemeldet. Insgesamt dürfte sich die Tour am Ende auf ca.: 1500 km belaufen. Im Vergleich zu Ostern 2008 in Südengland eine kleine Tour.

Heute am 03.04.2008 ging es dann sofort von der Schule um 11:45 los auf eine 586,5 km lange Fahrt zum Stellplatz in Berlin, den wir um 19:45 Uhr erreicht haben. Aber auf der Strecke ist natürlich mehr passiert wie nur KM-Fressen.  Die Sonne schenkte uns Ihr strahlendes Lächeln und es wurde wärmer und wärmer. Bei einigen kurzen Staus sind wir der wirklich großen Stauwelle mit teilweisen Vollsperrungen vorweggefahren und hatten nur ein paar mal stockender Verkehr.

Nun aber mal zu der Wärme. Klimaanlage – nach kurzer Beratschlagung haben wir uns entschieden die Klimaanlage während der Fahrt lieber jetzt und hier in Deutschland zu probieren, anstelle auf italienisch einem „ADAC“ zu erklären warum wir keinen Strom mehr haben, wenn es nicht funktioniert. Da war uns der deutsche ADAC doch lieber. Also haben sie angemacht. Wunderbar – prächtig sie kühlt und schafft mit dem Wechselrichter ein prima Klima. Wir sind zufrieden und freuen uns der Technik.

Auf einmal geht unser Radio aus, welches an den Batterien des Aufbaus hängt – Ich habe während der Fahrt ein sehr ungutes Gefühl – sofort eile ich nach hinten. Und richtig alle Batterien sind runter auf 11 Volt. Oh schreck. Wechselrichter und Klimaanlage sofort abgeschaltet. Aber da brennt noch was Rot – steht Fuse drauf. Hmmm. Mal schauen, alle Sicherungen im Aufbau OK, die Batterien bleiben bei 11 Volt und somit rot. Da der Motor läuft, denke ich mal Zeit gewinnen.

Nach einiger Zeit kommen die Batterien auch wieder auf 12 Volt hoch. Aber da war noch der Trennrichter vorne, die Kabel glühen und eine 40 Ampere Flachsicherung  hat es glatt durchgebrannt. Gut das Petra fährt und ich mich um die derzeit fehlerhaft Elektrik kümmern kann. Es wird damit klar, warum der Vorbesitzer mal die dicke Leitung von vorne nach hinten gezogen hatte. Ich habe die Sicherung erst mal außer Acht auch gelassen, aber die Batterien laden nun wieder und ich bin froh. Jetzt müssen wir wohl morgen mal eine neue Sicherung besorgen. Fraglich nur wofür die Sicherung gut war, denn nachdem wir auch am Stellplatz angekommen sind funktioniert alles wie immer. Schon komisch, ich glaube da muss mal jemand bei schauen, der sich damit auskennt.

Habe bei der Reinfahrt nach Berlin gesehen, das direkt neben dem Messezentrum ein Großer ATU ist, der müsste so Sicherungen wohl haben. Jetzt ist aber gut, morgen wird vermutlich ein anstrengender Tag, daher werden wir uns nun ins Bette legen. Ich freue mich schon darauf, denn morgen sollen es 22 Grad werden und tolles Wetter, ich denke das ist das richtige für den Alex.

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Also gut, ATU gibt es auch in 2,9 km von hier, also aufs Rad und los, Caro will mit, ja gut, also um 8:15 Uhr sitzen wir am Rad und düsen los. Nach einem ersten Laden der keine solche Sicherungen hatte und einmal kur verfahren, kommen wir bei ATU an. Auch hier Fehlanzeige nur eine 50 Ampere aber keine in Stärke 40. Auf dem Rückweg bringen noch schnell ein paar Brötchen, schließlich wollten wir ja gleich frühstücken. Mama hat inzwischen die Duschmöglichkeit des Platzes getestet und für nicht sehr praktikabel befunden.

Ich wechsele die Sicherung und melde uns kurz an. 102 Euro für 5 Nächte, aber gut, dafür sind wir mittendrin und Wasser, sowie Strom ist inkl.. Dann endlich frühstück. Das genießen wir ausgiebig und lange schließlich haben wir ja Urlaub. Während Petra spült, schaue ich mal warum die Rückfahrkamera nicht geht und siehe da, ein ganzes Aquarium ist darin entstanden. Ich nehme die Kamera auseinander und gieße das Wasser aus, zum Trocknen legen wir es an die Frontscheibe über Tag offen in die Sonne. Dann geht es endlich um 10:30 Uhr los zum Alex, ab in die U-Bahn und angekommen.

Unsere Ortskenntnis lässt uns einmal drumrum laufen, aber gefunden, Karten gekauft nach einer langen Schlange und dann heißt es wieder warten – OK eine Stunden braucht es noch, um 13:00 Uhr können wir hoch – also gönnen wir uns vorher noch in SUB zum Mittag.

Und starten in die Höhe von 203 Meter. Toller Ausblick von dort oben, auch wenn es etwas diesig ist, man kann wunderbar über die Hauptstadt schauen. Da wir nicht noch eine Stunde Wartezeit riskieren wollen, schenken wir uns das Drehrestaurant, den dort steht schon die nächste Schlange.

Es geht mit dem Tempo von 6 m/s wieder nach unten, dort nehmen wir die nächste Bahn zum Potsdamer Platz, ruhen uns ein wenig aus, finden die Wippen aus Carolins Reiseführer aber leider nicht,

wir kommen am Sony-Center aber an der riesigen Legogiraffe vorbei und denken uns, ok, gehen wir mal in das Lego Discovery World. Unten eine tolle Show über die Herstellung von Legosteinen, nach einem kurzen Film geht es in eine Fabrik für Kids – Carolin meldet sich und wird auch drangenommen, Sie darf alle Köpfe der Reihe nach drücken, die zur Entstehung von Legosteinen nötig sind. Am Ende erhalten alle einen Legostein mit Lego-Fabrik 2009 – nur unsere Tochter bekommt als einzige noch einen Gutschein dazu, um sich den Stein gravieren zu lassen.

Danach sollte es für den ersten Tag reichen und wir sind zurück zum Womo – also mit der U-bahn 6 zur Reinickendorfer-Str. Nach einem kurzen Spiel mit Papa und dem Ball kamen andere Kinder und lösten mich als Papa ab. Wir haben dann mit den Eltern , die aus Wiehl kommen, noch nettes Bierchen vor dem Womo getrunken, bevor wir müde ins Bett fielen.

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Heute werden wir von einigen Regentropfen sachte um 7:30 Uhr  geweckt. Aber der Wetterbericht verspricht trotzdem gutes Wetter und Frühstücken wir erst einmal und hören dabei Nachrichten. Wir sind dann doch etwas erstaunt, dass heute der Halbmarathon ist und auch gleichzeitig verkaufsoffener Sonntag ist. Aber das sollte uns nicht weiter stören und somit planen wir erst einmal gar nichts und schauen das wir überhaupt mal los kommen. Nachdem in der „Wohnung“ und „Küche“ klar Schiff herrscht machen wir uns auf die Socken. Schnell landen wir in der Innenstadt , besser gesagt U-Bahn-Station „Unter den Linden“.
Hier herrscht schon rege Betriebsamkeit und nach einigen Minuten warten am Straßenrand können wir schon einige Rolli-Fahrer sehen, die am Halbmarathon teilnehmen. Wir warten nochmals ein wenig und sehen dann das komplette Feld von ca. 20.000 Läufern an ns vorbeiziehen.

Nachdem das vorüber ist schlendern wir langsam weiter und müssen leider feststellen, dass unsere Eintrittskarten für Madame Tussaudes wohl noch im Womo liegen müssen. Nach einer kurzen Diskussion wer und wann es verbaselt hat entscheiden wir uns für das Brandenburger Tor. Also kleiner Richtungswechsel und wir laufen geradewegs darauf zu. Aber durch den ganzen Trubel durch den Marathon macht es nicht wirklich Spaß und wir ziehen weiter bis zum Reichstag. Auch hier sind wieder ziemlich viel Leute, die davor stehen, um in die Kuppel zu gelangen. Nach dem üblichen Photos ziehen wir weiter Richtung Hauptbahnhof.


Kurz vor der Spree angelangt, kommt uns ein Angebot einer Spree-Schiffahrt wie gelegen. Die Füße melden nämlich doch einigen Erholungsbedarf an. Also checken wir kurz die Fahrpreise und erachten diese als o.k. Obwohl wir unser Berlin Welcome Heftchen nicht dabei haben, bekommen wir trotzdem Rabatt und gelangen doch noch pünktlich um 12:00 Uhr an Bord. Unsere Füße haben nun eine gute Stunde Verschnaufpause, während wir durch das Regierungsviertel und das  historische Berlin zu Schiff erkunden.

Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen haben entschließen wir uns nach einem kurzen Lagecheck noch für den Besuch des Schloss Bellevue. Also verschwinden wir wieder im Untergrund um uns ca. 10 min später wieder an die Oberfläche „spucken“ zu lassen.
Wirklich Einladend sieht die S-Station „Bellevue“ nicht aus. Es liegt über sehr viel Müll herum und auch der Rest scheint ziemlich vergammelt und herunter gekommen. Aber das ist anscheinend normal in Berlin, denn wir haben es schon gestern am Potsdamer Platz gemerkt und es nicht für schön und einladend gefunden.

Nun denn, wir kommen am Schloss an, schauen uns den Eingang an, machen dann noch ein paar Photos und ziehen weiter zur Siegessäule.

Mario und Caro entscheiden sich die 285 Stufen hinauf zu steigen. Ich derweil warte unten, denn ich habe bereits gestern mit dem Besuch des Alex mein „Höhensoll“ voll und ganz erfüllt.

Nach einer guten halben Stunde sind wir wieder komplett und schlendern wieder Richtung Brandenburger Tor über die Prachtstr. „Unter den Linden“. In der Hälfte biegen wir dann rechts in den Tiergarten ab und laufen dann geradewegs auf den Potsdamer Platz zu.
Auch hier im eigentlich schönen Tiergarten,  erschlägt uns wieder das Müll-Problem.........

Eigentlich wollen wir so schnell wie möglich nach Hause, sprich in unser Schneckenhaus, aber durch Zufall entdecken wir dann das Museum für Musikinstrumente. Caro ist begeistert und für ganze 8€ Eintritt gönnen wir uns den Spass und schlendern völlig entspannt durch das kleine aber feine Museum und Caro steht völlig fasziniert immer wieder neben verschiedenen Kontrabässen aus div. Zeitepochen. Der älteste war von ca. 1750.

Nach einer guten Stunde verlassen wir das Museum wieder und machen uns auf den Weg in Richtung U-Bahn-Station. Dachten wir zu mindest . Auf der halben Strecken sehen wir, dass auch die Potsdam-Arkaden, eine Shoppingmall, die Tore offen hat und wir schlendern auch noch dort hindurch.
Endlich, dann geht es doch Richtung Womo-Stellplatz und die Füße melden weiterhin dringenden Erholungsbedarf. Aufgrund dessen nutzen wir dann jegliche erdenkliche Möglichkeit zum Sitzen und sind froh, dass wir gegen 18:00 Uhr den Stellplatz erreichen. Viel wird es heute Abend nicht mehr geben. Das Abendessen ist schnell zubereitet und die Küche danach genau schnell wieder aufgeräumt. Mario genießt noch die letzten Sonnenstrahlen und schreibt dabei noch den Bericht des gestrigen Tages zu Ende, bevor er mir den heutigen Tag überlässt.

So jetzt müssen wir nur noch das Programm für morgen planen, die Bilder aus der Digicam auslesen und noch eine E-Mail an die Lieben daheim schreiben.

Und dann, ja und dann fallen wir allen tot müde ins Bett, in der Hoffnung dass ich ein wenig besser schlafen kann, wie die letzten beide Nächte.

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Der 06.04.2009 startet mit der Fahrt zum Bahnhof Zoologischer Garten, dort werfen wir einen kurzen Blick auf die Gedächtniskirche und verschwinden im Zoo.

Hier sind für Carolin nur die Raubtiere, der Spielplatz und Knut, sowie der Zoo Kindergarten interessant. Zum Glück konnten wir uns die Tiere auf der Route auch anschauen.


Auch ein Besuch des Europacenter und  Ku-Damms durften auch nicht fehlen.
Aber irgendwie hatten wir alle drei keine so rechte Lust dazu, zumal so langsam die Füße doch eindringlich nach einer Pause verlangen. Und der Hunger meldetete auch immer mehr. Caro wollte unbedingt ein Wrap einer großen amerikanischen Fast-Food-Kette mit dem großen gelben „M“. Das war Gott sei Dank kein großes Problem, denn MC-Donalds-Filialen gibt es reichlich. Mario und ich haben diesmal dankend darauf verzichtet und somit knurrte uns der Magen weiter. Aber nichts desto trotz hatten wir dann doch noch eine kleine Aufgabe zu lösen. Wir brauchen noch Federbälle für unser Federball-Spiel. Eigentlich sollte man ja meinen, dass dieses in einer Millionenstadt wie Berlin kein Problem sein sollte. Nun gut, bei Karstadt-Sport wurden wir dann endlich fündig; 12Stk für 12€, nicht gerade ein Schnapper, aber wir haben sie trotzdem gekauft.
Von Karstadt-Sport aus gings dann weiter Richtung Bahnhof-Zoo.
Um den Füßen und Beinen nun mal eine Pause zu gönnen sind wir dann gleich in den bereitstehenden Bus der Linie 100, vorbei an fast allen wichtigen Sehenswürdigkeiten bis zum Alex.
Dort gab´s dann noch im Schnelldurchgang die Weltzeituhr zu besichtigen.
Und wieder ab mit der U-bahn Richtung Stadtmitte, denn wir wollten noch zum Checkpoint Charlie, ein wenig Kultur muss ja auch mal sein.
Caro wollte gerne noch ins Mauer-Museum. Nun gut, durch die Welcome-Card hatten wir wenigsten verbilligten Eintritt, Ansonsten hat sich unser Erachten nach der Besuch nicht gelohnt, denn es war kein „roter Faden“ in der Ausstellung vorhanden. Gelegentlich hatte man sogar den Eindruck, dass das Ein oder Andere völlig aus dem geschichtlichen Zusammenhang herausgerissen worden ist und somit nicht ganz richtig dargestellt wurde. Aber nun gut, da Caro sowieso grundlegend zu wenig Vorwissen an Geschichte für ein solches Museum hat, war das Interesse auch nicht wirklich so ausgeprägt, uns beiden hat es aus den oben genannten Gründen nicht gefallen.

So, nun kommen wir aber mal langsam zu dem gemütlichen Teil des Abends. Heute stand auf unserer Wunschliste mal afrikanisch Essen zu gehen. Ausschlaggebend für diesen Wunsch war eine Werbung in der U-Bahn.

Also auf, noch mal die Füße in Bewegung gebracht und mit der U-Bahn zur Eberwäldersstr, dort nach kurzer Befragung des „Fuß-Navis“ fanden wir nach ca 10min Fußweg dann das Restaurant „Massai“. Mario musste dann doch noch mal los und ein Bankautomaten suchen, da wir mal wieder nicht genug Bargeld dabei hatten.

Auf unseren Tellern fand sich dann
- ein Hühnchengericht für Caro
- ein Zebra-Steak für Mario
- und ein Straussensteak für Petra
wieder.
Alles im allen hat es sehr lecker, wenn auch teilweise exotisch, geschmeckt.
Mit vollen Bäuchen, platten Füßen und lahmen Beinen haben wir uns langsam auf den Heimweg gemacht und sind dann um kurz vor 22 Uhr wieder an unserem Schneckenhaus angekommen.

Der Abend war schön und wir sind sofort auch dann ins Bett gefallen, um neue Kraft für den nächsten Tag zu tanken.

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